Nachgiebige und dauerhafte Bauteilverbindungen im Schachtbau
Ein klassischer Schacht als starre vertikale Röhre ist immer ein punktueller Fremdkörper im nachgiebigen Erd- und Straßenbau. Im Folgenden wird gezeigt, dass durch den Einsatz nachgiebiger Bauteilverbindungen Homogenität zwischen Schacht und Erdbau erzielt werden kann. Der enorme Sanierungsaufwand von schadhaften Schachtabdeckungen lässt sich durch diese Bauweise deutlich mindern.
In den technischen Regelwerken DIN EN 1917 und DIN V 4034-1 wird auf die Problematik dauerhafter Bauteilverbindungen mit zusätzlichen Anforderungen eingegangen. So heißt es in DIN V 4034-1, § 4.3.15 Lastübertragung zwischen Fertigteilen: „Schachtbauwerke sind unter Berücksichtigung von DIN EN 1610, ATV-DVWK-A 139 und ATV-DVWK-A 157 herzustellen. Es ist grundsätzlich eine gleichmäßige, nicht federnde vertikale Lastübertragung zwischen allen Schachtfertigteilen sicherzustellen. Unebenheiten in Auflagerbereichen sind auszugleichen.….“ Lastübertragungselemente sind zulässig. Der Hersteller solcher Lastübertragungselemente, die auch mit dem mitzuliefernden Dichtmittel verbunden sein können, muss für jede Bauart die sichere, nicht federnde Übertragung aller senkrechten Lasten durch eine geprüfte statische Berechnung am Gesamtbauwerk nachweisen und durch entsprechende Traglastuntersuchungen von einer anerkannten Prüfstelle bestätigen lassen.“
Das beim econorm Schachtsystem eingesetzte Dicht- und Lastübertragungselement Top Seal Plus erfüllt diese technischen Norm-Anforderungen zum Beispiel in vollem Umfang. So konnte im Rahmen einer Sonderprüfung neben den seit über 15 Jahren wiederkehrenden statischen Vertikallastprüfungen nach PAS 1004 mit der Überprüfung des econorm Schachtsystems unter Dauerschwellbeanspruchung neue und zukunftsweisende Überprüfungskriterien im Schachtbau angestoßen werden. Das an der TH Braunschweig unter Leitung von Dr. Ing. A.-W. Gutsch überprüfte System, bestehend aus den Bauteilen Schachtringe, Schachthals und aufgemörtelter Schachtabdeckung, hat schadlos 4 Mio. Lastwechsel à 10 t (Radlast SLW 60) bewältigt. Bei einem abschließenden statischen Bruchversuch versagte das System erst bei einer Gesamtlast von ca. 60 t. Während des mehrtägigen Dauerschwellversuches wurden auch die Vertikalverformungen der Horizontalfugen in regelmäßigen Zeitintervallen aufgezeichnet.
Defekte Schachtabdeckungen – Sanierungsbedarf enorm
Bei unnachgiebigen Horizontalfugen besteht zusätzlich die Gefahr, dass die Schachtabdeckungen aus der Schwarzdecke herauswachsen. Beim Überfahren der herausragenden Schachtabdeckung erhöht sich die Stoßbelastung auf das Gesamtsystem. Besonders die darunter liegenden Schachtbauteile wie Auflageringe und Schachthälse werden stark in Mitleidenschaft gezogen. Die in Mörtel ausgeführten Fugen unmittelbar unter der Schachtabdeckung und bei den Auflageringen halten dieser dynamischen Einwirkung auf Dauer nicht stand. Der Sanierungsbedarf für abgesenkte und schadhafte Schachtabdeckungen ist für jeden Autofahrer täglich erkenn- und spürbar. Die Sanierungskosten für Städte und Kommunen sind beachtlich. Beispielsweise wurden die Kosten einer Stadt für z.B. 73 000 Einwohner für den Austausch schadhafter Schachtabdeckungen mit 180 000 € jährlich angegeben.
Halle B5, Stand 439n
econorm
Internet: www.econorm.de

Das beim econorm Schachtsystem eingesetzte Dicht-... 


